Autonome Provinz Bozen

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Treibstoff sparen

Leerer Tank
© www.pixelio.de

Will man aber trotzdem nicht auf das eigene Auto verzichten, ist es empfehlenswert, auf eine möglichst Kraftstoff sparende Fahrweise zu achten.

Kurze Strecke, hoher Verbrauch

Auf Kurzstreckenfahrten erreicht der Motor oftmals nicht seine Betriebstemperatur und hat dadurch einen wesentlich höheren Verbrauch. Der kalte Motor eines Mittelklassewagens kann direkt nach dem Starten Verbrauchswerte von umgerechnet bis zu 40 l/100 km aufweisen. Nach einem Kilometer Fahrt beträgt der Verbrauch immer noch 20 l/100 km. Erst nach einer Fahrstrecke von bis zu vier Kilometern hat sich der Verbrauch normalisiert. Auf Kurzstreckenfahrten ist der Komfortgewinn durch das Auto äußerst fraglich.

Den Motor warmlaufen lassen ist keine Lösung, um den Verbrauch bei Kurzstrecken mit Kaltstart zu reduzieren. Dies führt vielmehr zu unnötigem Kraftstoffverbrauch. Durch die geringe Belastung des Motors bei Leerlauf erwärmt sich dieser wesentlich langsamer als im Fahrbetrieb. Dabei verursacht er unnötigen Kraftstoffverbrauch und hohe Schadstoffemissionen. Da auch der Katalysator viel länger unter seiner Betriebstemperatur bleibt, verlängert sich die Phase mit extrem hohem Schadstoffausstoß. Wesentlich besser ist es dagegen, gleich nach dem Starten zügig loszufahren, um möglichst schnell die Betriebstemperatur zu erreichen. So wird neben der Umwelt auch der Motor geschont, dem ein Warmlaufen lassen eher schadet. Ein mehrminütiges Laufen lassen des Motors kostet ebenso viel Kraftstoff wie ein halber Kilometer Fahrt.

Richtig Schalten spart Sprit

Eine ausgeglichene Fahrweise erspart einiges an Kraftstoff. Das Ausfahren der Gänge beispielsweise kostet unnötig Kraftstoff und bringt zumindest in der Stadt allein schon wegen der Ampelstopps keinen Zeitgewinn. Darüber hinaus führt diese Fahrweise auch zu einer unnötigen Schadstoff- und Lärmbelastung.
Fährt man in der Stadt bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h im 3. anstatt im 4. Gang, so liegt der Kraftstoffverbrauch pro 100 km um rund 1 Liter höher.

Gute Fahrer schalten daher rechtzeitig!

Vorausschauen und gewinnen
Allein durch die Fahrweise sind Verbrauchsunterschiede von bis zu 40 % möglich. Das Vermeiden von häufigen Geschwindigkeitswechseln und das zügige „Im-Verkehr-Mitschwimmen“, also eine vorausschauende Fahrweise, tragen wesentlich zu einem niedrigen Kraftstoffverbrauch bei. Eine ruppige Fahrweise steigert neben dem Kraftstoffverbrauch auch den Stress für den Fahrer und den Verschleiß am Fahrzeug.

Jedes Kilo mehr kostet Benzin.

Zusätzlicher Ballast und Dachgepäckträger erhöhen den Verbrauch. So bewirken 100 kg zusätzliches Gewicht einen Mehrverbrauch von rund ½ Liter auf 100 km. Ein Dachträger, z. B. zum Transport von Fahrrädern oder Skiern, wirkt sich umso negativer auf den Verbrauch aus, je höher die Geschwindigkeit ist. Am besten daher die Ladung so weit als möglich im Fahrzeug unterbringen. Auf jeden Fall sollte aber ein Dachgepäckträger nach Gebrauch gleich wieder abgebaut werden.

Regelmäßige Fahrzeugwartung
Die regelmäßige Wartung eines Fahrzeugs wie der Austausch alter Zündkerzen, verschmutzter Luftfilter oder die Kontrolle der Motoreinstellung führt zu Kraftstoffeinsparungen. Ganz nebenbei trägt die regelmäßige Inspektion zur Verkehrssicherheit und Werterhaltung des Fahrzeugs bei. Autoreifen haben ebenfalls Einfluss auf den Verbrauch. Winterreifen haben z. B. einen höheren Rollwiderstand. Sie sollten deshalb so bald wie möglich nach den Wintermonaten durch Sommerreifen ersetzt werden.

Besonders wichtig: immer auf den richtigen Reifendruck achten!

Tipp

Nutzen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel! Infos und Fahrplänen online unter: www.sii.bz.it