Autonome Provinz Bozen

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Ressort für Raumordnung, Umwelt & Energie

 
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Geothermie

Geothermie: So funktioniert es
© Geoliving

Geothermie oder Erdwärme ist Wärme, die von dem schmelzflüssigen Kern im Erdinneren an die Erdoberfläche dringt. Dabei werden sowohl die auf dem Weg nach oben liegenden Gesteins- und Erdschichten als auch unterirdische Wasserreservoirs erhitzt.
An manchen Stellen dringen heißes Wasser und Dampf als heiße Quelle oder Geysir bis an die Erdoberfläche. Je tiefer man in das Innere der Erde vordringt, umso wärmer wird es. 
Die in der Erde gespeicherte Wärme ist nach menschlichen Maßstäben unerschöpflich. Aus den Tiefen unseres Planeten steigt täglich ein Mehrfaches des weltweiten Energiebedarfs auf und macht sich ungenutzt in den Weltraum davon.

Das Innere der Erde ist sehr heiß, wie Vulkane und Geysire zeigen. Diese Wärme zu nutzen ist Ziel der Geothermie.

Diese Energieressource lässt sich praktisch überall nutzen. Um die Wärme aus dem Untergrund gewinnen zu können, braucht man gewöhnlich ein Transportmittel.
Das grundlegende Prinzip ist einfach: Entweder ist dieses Transportmittel in Form von Dampf oder heißem Wasser bereits im Untergrund vorhanden. Dann wird es an die Oberfläche befördert, ausgekühlt und normalerweise wieder in den Untergrund zurückgeschickt oder es muss erst z. B. Wasser in die Tiefe gepumpt und erhitzt wieder nach oben gebracht werden.
Die gewonnene Wärme lässt sich unmittelbar zur Beheizung von Gebäuden oder anderer Wärmeverbraucher einsetzen. Attraktiv ist aber auch die Verwendung der Erdwärme zur Stromerzeugung, denn Erdwärme ist rund um die Uhr verfügbar und bedarfsgerecht regelbar.

Die Geothermie gehört weltweit zu den ergiebigsten erneuerbaren Energiequellen. Erdwärme wird zur Strom- und Wärmeproduktion verwendet.

Erdwärmekraftwerke könnten also einen wichtigen Beitrag zu einer Grundversorgung mit erneuerbarem Strom gewährleisten. Zusäzlich fallen bei der geothermischen Stromerzeugung große Mengen von Wärme an. Diese kann in den meisten Fällen jedoch nur dann genutzt werden, wenn die Gebäude in der Umgebung über ein Nahwärmenetz beheizt werden. Eine stark zunehmende Verbreitung von Nahwärmenetzen ist daher eine entscheidende Voraussetzung für die Erschließung des großen Potenzials der Geothermie.

Geothermie: Situation in Südtirol

Förderungen

Hier finden Sie die Förderungen der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol für die Nutzung der erneuerbaren Energie sowie für energiesparende Maßnahmen.

56% in Südtirol

Südtirol bezieht 56% der Energie aus erneuerbaren Energien, bis 2020 sollen es 3/4 des Energieverbrauchs sein. Langfristig wird ein energieautarkes Südtirol angestrebt.